UM DER VERBREITUNG DES CORONA-VIRUS ENTGEGEN ZU WIRKEN, HABEN WIR MIT 12. MÄRZ UNSEREN GRUPPEN-UNTERRICHT EINGESTELLT.

Gute Gesundheit für alle, bleibt dran an der Kunst – sie tröstet und gibt Halt! Wenn ihr viel Zeit habt, nutzt unsere Online-Angebote – und wir sehen uns wieder, wenn sich alles beruhigt hat!

Online – Musikunterricht

Ab sofort stellen wir den gesamten Musikunterricht auf Online-Lessons via Skype um!

Außerdem produzieren wir einen regelmäßigen Video-Podcast für Jazz-StreicherInnen, unterstützt durch eine große Bibliothek von Unterrichtsmaterial zum Download. Die Teilnahme an diesem Projekt kostet so viel wie Du willst –

#payasyouwish!

Anmeldungen zum Video-Podcast bitte unter onlinelessons@jazzgeige.at

MICIS – KUNST-RAUM FÜR ENTSPANNTES LERNEN MIT PROFIS

Als kleine Geist-Nahrung ist hier einstweilen ein Text zu wilden Zeiten aus dem aktuellen MICIS-Newsletter:

(aktualisiert am 26. 3.)

Gedanken zum Jetzt, zu Corona und zur Sesshaftigkeit

Durch das Projekt MENSCH. UND JETZT. von letztem Jahr haben wir ein Gefühl für Zeitläufe bekommen – wie kurz wir erst sesshaft sind (11.000 Jahre von vielleicht 250.000 Jahren menschlicher Kultur) und wie dramatisch das unsere gesellschaftlichen Strukturen verändert hat. Es hilft heute, sich dieser Tatsache bewusst zu werden. Viel zu schnell glauben wir, dass unser scheinbar so normales gemütliches Komfort-Dasein Ewigkeitscharakter hat, und lassen uns von Turbulenzen wie Klimawandel und jetzt das globale Coronavirus geistig aus der Bahn werfen.

Dabei waren wir gerade noch Jäger und Sammler

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in überschaubaren Einheiten, zwar auch nicht immer nett, aber keineswegs in der Lage, einen ganzen Planeten durcheinander zu bringen. Mit der Sesshaftigkeit haben wir uns sozusagen aus Mutter Naturs Bauch, dem Paradies, vertrieben. Damals, durch das enge Zusammenleben mit Tieren an einem Ort, begann die Auseinandersetzung Mensch gegen Seuche, die uns heute  trotz aller Technologie und „Moderne“ in ungeahnter Form beschäftigt.

Von Antike bis Neuzeit waren wir möglicherweise wie kleine wilde Kinder, die ihre Spielzeugritterburg durchs Zimmer schleudern konnten, aber Mutter (Erde) und Vater (Gott) haben uns immer noch in die Schranken gewiesen – ganz leicht.

Heute sind wir als Menschheit vielleicht gerade in einer höchst unreifen Teenager-Phase:

Zugriff auf alle Materie (= Auto ausborgen und gegen eine Wand fahren), Rebellion gegen die Eltern (= Gott ist tot, die Erde haben wir uns untertan gemacht), Hormonhaushalt komplett daneben (= Social Media Botenstoffe, wirre Mann-Fraubilder), Jungs manipulieren Mädels und umgekehrt (=#meToo), getrieben von Gier und Lust (= turbokapitalistische Exzesse), Touristenströme über den ganzen Planeten (= weg von zu Hause!! Mir ist fad!!!), Flüchtlingskrise (= die coole Gang gegen die Außenseiter).

Vielleicht.

Wir glauben, das große Bild kann helfen, ein wenig die Ruhe zu bewahren  – auch und gerade in Zeiten, wo innerhalb weniger Tage alles komplett anders ist als gewohnt. Die Probleme unserer Zeit werden wir nicht übermorgen lösen können, vielleicht erleben wir eine „Lösung“ gar nicht mehr (unsere Kinder oder Enkel vielleicht auch nicht …) So könnten wir uns statt dessen aus mehreren Fantasien lösen:

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Der eine mächtige Mann wird uns retten (Zu wenig Eigen-Macht.)

Ich muss die Welt retten. (Zu viele Helden-Filme?)

Hauptsache, ich kann Kartoffeln anbauen. (Guten Morgen – die Kartoffeln wollen dann alle.)

Wenn ich meditiere/ein spirituelles Leben führe, wird alles gut. (Ja. Eh.) (Und wenn nicht? Hab ich versagt? Ich? Ich?)

Mia san mia. (Oder einen DNA-Test machen: Wir sind alle verwandt.)

Die böse Fantasie: Wir schlittern durch die Corona-Krise in eine digitale Überwachungsdiktatur/eine bodenlose Wirtschaftskrise, alles wird ganz entsetzlich und wir können nichts dagegen tun.

Die gute Fantasie: Wir werden uns nach der Corona-Krise viel viel menschlicher benehmen und die wichtigen Fragen wie Klimawandel und soziale Gerechtigkeit endlich in den Griff kriegen (Ganz ehrlich.) (Wie auch immer das gehen soll.)

Frauen können die Welt besser machen. (Wie wärs mit „Wir können die Welt besser machen.“?)

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See? Es ist wirklich kompliziert. Aber ohne Fantasien wird es klarer.
Und mit dem großen Bild können wir Mitgefühl entwickeln:

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Für alle, die viel, viel mehr leiden als wir.
Für uns, weil wir es als Einzelne und gesellschaftlich so gut machen, wie wir können.
Für alle in Entscheidungspositionen, die das Corona-Virus einschätzen müssen, mit den Folgen auf allen Ebenen umgehen müssen, und dafür letztendlich gerade stehen müssen.
Für alle, die jetzt dafür sorgen, dass das Leben so halbwegs weitergeht wie bisher – und die keinen Applaus brauchen, sondern unsere politische Stimme für finanzielle Anerkennung von Pflegeberufen, die kleinen Rädchen in der Lebensmittelversorgung, LehrerInnen, PolizistInnen – alle Dienenden in der Gesellschaft.
Für alle mit wenig Geld, weil die Geld-Welt so erbarmungslos ist.
Für alle mit richtig viel Geld, weil sie oft keine echten Notwendigkeiten mehr kennen und die Wahrnehmung vom Leben an sich durch großen Reichtum verzerrt werden kann. (sehr schön dazu Roberto Benigni, etwa bei Minute 2:23)
Für Frauen, weil sie über Jahrtausende der gesellschaftlichen Gewalt in den Familien zum Opfer gefallen sind.
Für Männer, weil sie über Jahrtausende der gesellschaftlichen Gewalt in Kriegen zum Opfer gefallen sind.
Für alle vor uns, die es ebenfalls als Einzelne und gesellschaftlich so gut gemacht haben, wie es ihnen möglich war.
Für alle nach uns, die die Konsequenzen unserer pubertären Gestörtheit ausbaden werden müssen.
Für alle Tiere, Pflanzen, Elemente, die keine Stimme haben.

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Vielleicht schaffen wir es ja mit Hilfe der heiligen Corona, erwachsen zu werden, zusammen zu arbeiten, füreinander zu sorgen – bevor die Natur uns mit ihrer uns millionenfach überlegenen Macht abschüttelt. Und wahrscheinlich ist das alles längst entschieden.

Hier ist ein toller GEO-Artikel zur Bibel und zur Sesshaftigkeit:

https://www.geo.de/magazine/geo-magazin/18048-rtkl-religionsforschung-die-wahre-bedeutung-der-bibel-wie-forscher-das

Text: Isabella Scherabon

Isabella Scherabon
Malerei, Zeichnung, Textilkunst

Kunst erleben und erlernen im MICIS

Profitiere von vielen Jahrzehnten künstlerischer Erfahrung.

Genieße die angenehme Atmosphäre mit Gleichgesinnten.

Probier aus – ohne Angst.

Erhole dich, entdecke dein Können, wage dich an Neues!

Für Malerei und Zeichnung buche eine Schnupperstunde.

Für Streicher-Unterricht vereinbare ein Vorgespräch.

Wir freuen uns auf dich!

Einfach ausprobieren – ruf uns gerne an!

Mic: 0664 639 44 91
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Mic Oechsner
Jazz, Rock, Folk für Streichinstrumente

ATELIER ISABELLA SCHERABON IN KIRCHBERG AM WECHSEL – ÖFFNUNGSZEITEN!

Wir sehen uns wieder, wenn alles wieder gut ist – immer am ersten Samstag im Monat von 11 bis 15 Uhr!
Für andere Zeiten bitten wir dann um telefonische Vereinbarung.